Sartorius, die Universitätsmedizin Göttingen und Ottobock bieten Studierenden besonders vielseitige Möglichkeiten für Praktika, Werkstudententätigkeiten und Abschlussarbeiten. Auch Mahr, Sycor, KWS und das Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften eröffnen interessante Wege in die Berufspraxis. Der Vergleich berücksichtigt die Breite der Fachbereiche, die Einbindung in reale Projekte und mögliche Anschlüsse an das Studium. Zusätzliche Orientierung liefert die Karriereförderung in Göttingen. Für eine überzeugende Bewerbung kann außerdem ein professionell vorbereiteter Lebenslauf hilfreich sein.
Inhaltsverzeichnis
- Nach welchen Kriterien die Arbeitgeber bewertet wurden
- Das Ranking für Göttingen und Südniedersachsen
- Sartorius und UMG bieten die größte fachliche Breite
- Ottobock und Mahr verbinden Technik mit Praxis
- Sycor, KWS und MPI-NAT ergänzen das Angebot
- So gelingt die Bewerbung um ein Praktikum
- Vertrag und Vergütung vor dem Start prüfen
- Wichtigste Punkte zum Merken
- FAQ
Nach welchen Kriterien die Arbeitgeber bewertet wurden
Studierende sollten nicht nur auf bekannte Unternehmensnamen achten. Entscheidend sind passende Aufgaben, Betreuung und der Bezug zum Studienfach. Beim späteren Berufseinstieg in Göttingen kann ein Praktikum bereits wichtige Kontakte schaffen. Dabei müssen jedoch auch die Kosten des Studiums und Lebens in Göttingen berücksichtigt werden.
Das Ranking ist eine redaktionelle Orientierung und keine Arbeitgeberbewertung. Es verwendet keine anonymen Bewertungsportale und keine nicht überprüfbaren Gehaltsangaben. Maßgeblich sind die Angebote auf den offiziellen Karriereportalen der Unternehmen und Einrichtungen mit Stand Juli 2026.
Berücksichtigt wurden Arbeitgeber aus Göttingen sowie gut erreichbare Unternehmen in Südniedersachsen. Deshalb erscheinen auch Ottobock in Duderstadt und KWS in Einbeck. Beide Unternehmen richten ihre Angebote ausdrücklich an Studierende und Berufseinsteiger.
Welcher Arbeitgeber passt zu Ihrem Studium?
Wählen Sie Fachgebiet, Praxismodell und gewünschten Arbeitsort.
- Verfügbarkeit von Praktika, Werkstudentenstellen oder Abschlussarbeiten
- Auswahl an technischen, wissenschaftlichen, kaufmännischen und digitalen Aufgaben
- Möglichkeiten für Bachelor- und Masterstudierende
- Übergang von der Praxiserfahrung in eine reguläre Einstiegsposition
- Standortbezug zu Göttingen und Südniedersachsen
Der erste Platz bedeutet nicht, dass dieser Arbeitgeber für jedes Studienfach die beste Wahl ist. Ein Informatikstudent kann bei Sycor besser aufgehoben sein. Für Studierende der Medizin oder Sozialen Arbeit kann die UMG deutlich passender sein. Naturwissenschaftliche Forschungsprofile finden wiederum beim MPI-NAT interessante Bedingungen.
Das Ranking für Göttingen und Südniedersachsen
| Rang | Arbeitgeber | Standort | Nachgewiesene Angebote | Besonders passend für |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Sartorius | Göttingen | Praktikum, Werkstudium, Abschlussarbeit, Stipendienprogramm | Naturwissenschaften, Technik, Informatik, Wirtschaft |
| 2 | Universitätsmedizin Göttingen | Göttingen | Praktika in medizinischen, technischen und administrativen Bereichen | Medizin, Pflege, Pharmazie, Soziale Arbeit, Verwaltung |
| 3 | Ottobock | Duderstadt | Bezahlte Praktika, Werkstudium, Projekt- und Abschlussarbeiten | Maschinenbau, Medizintechnik, Entwicklung, Wirtschaft |
| 4 | Mahr | Göttingen | Praktikum, Werkstudium, duales Studium, Abschlussarbeit | Ingenieurwesen, Naturwissenschaften, Betriebswirtschaft |
| 5 | Sycor | Göttingen | Praktikum, Werkstudium und Abschlussarbeit | Informatik, Digitalisierung, Wirtschaftsinformatik |
| 6 | KWS | Einbeck | Praktikum, Werkstudium, Abschlussarbeit, Stipendium | Agrarwissenschaften, Biologie, Datenanalyse, Logistik, Wirtschaft |
| 7 | MPI-NAT | Göttingen | Bachelor- und Masterarbeiten, Promotionsprogramme, einzelne Praktika | Biologie, Chemie, Physik, Medizin und Forschung |
Sartorius und UMG bieten die größte fachliche Breite
Sartorius verbindet Studium und Unternehmenspraxis
Sartorius führt das Ranking an. Das Unternehmen nennt auf seiner Karriereseite ausdrücklich Praktika, Werkstudententätigkeiten und Abschlussarbeiten. Die Angebote richten sich an Studierende, die Erfahrungen in einem international tätigen Life-Science-Unternehmen sammeln möchten.
Die Auswahl reicht von Forschung und Entwicklung über Informationstechnik bis zu Qualitätsmanagement, Finanzen, Personal und Marketing. Dadurch kommen nicht nur Studierende der Biologie oder Chemie infrage. Auch technische und kaufmännische Studiengänge finden passende Aufgabenfelder.
Eine Besonderheit ist das Sartorius-Stipendium. Es kann praktische Stationen und eine Abschlussarbeit im Unternehmen miteinander verbinden. Solche Programme sind interessant, wenn bereits während des Studiums eine längerfristige Beziehung zu einem Arbeitgeber entstehen soll.
Sartorius ist besonders geeignet, wenn Praktikum, Werkstudententätigkeit und Abschlussarbeit aufeinander aufbauen sollen. Bewerber sollten im Stellenportal trotzdem genau auf Standort, Fachbereich und verlangte Studienschwerpunkte achten.
Die UMG bietet mehr als klinische Praktika
Die Universitätsmedizin Göttingen umfasst 61 Kliniken, Institute und Abteilungen. Praktika sind nach Angaben der UMG grundsätzlich in zahlreichen Bereichen möglich, sofern die zuständige Einheit zustimmt. Das Spektrum reicht von Pflege und Pharmazie bis zu technischen Werkstätten und Verwaltung.
Für Studierende der Sozialen Arbeit bestehen zusätzliche Angebote in einzelnen Kliniken. In der Psychiatrie werden beispielsweise integrierte Kurzzeitpraktika beschrieben. Für medizinische Studiengänge kommen klinische Praxisphasen, Forschung und wissenschaftliche Qualifizierung hinzu.
Die UMG eignet sich deshalb für Bewerber, die einen Einblick in das Zusammenspiel von Patientenversorgung, Forschung, Technik und Organisation suchen. Die Bewerbung läuft je nach Berufsfeld über unterschiedliche Ansprechpersonen. Eine frühe Kontaktaufnahme ist daher besonders wichtig.
Ottobock und Mahr verbinden Technik mit Praxis
Ottobock bietet bezahlte Praktika in Duderstadt
Ottobock nennt für den Standort Duderstadt bezahlte Praktika, Werkstudententätigkeiten sowie Projekt- und Abschlussarbeiten. Studierende werden nach Unternehmensangaben in Teams und reale Projekte eingebunden. Eine individuelle Einarbeitung gehört ebenfalls zum beschriebenen Ablauf.
Das Angebot ist für Maschinenbau, Medizintechnik, Produktentwicklung und verwandte Fachrichtungen interessant. Das Unternehmen veröffentlicht auch kombinierte Stellen für ein Pflichtpraktikum mit anschließender Abschlussarbeit. Dadurch lässt sich ein Hochschulprojekt direkt mit einer betrieblichen Entwicklungsaufgabe verbinden.
Für Göttinger Studierende muss der Arbeitsweg nach Duderstadt in die Entscheidung einbezogen werden. Vor einer Bewerbung sollten Präsenztage, Arbeitszeiten und mögliche mobile Anteile geklärt werden.
Mahr richtet sich an technische und wirtschaftliche Studiengänge
Mahr bietet in Göttingen mehrere Einstiegsformen für Studierende. Genannt werden Praktika, Werkstudentenstellen, duale Studienangebote sowie Bachelor- und Masterarbeiten. Abschlussarbeiten können sich auf tatsächliche Projekte und Prozesse des Unternehmens beziehen.
Die Angebote richten sich vor allem an technische, naturwissenschaftliche und betriebswirtschaftliche Studiengänge. Werkstudenten sollen laut Unternehmensseite in der Regel ausreichend Zeit für eine regelmäßige Mitarbeit mitbringen. Deshalb ist Mahr besonders für Studierende geeignet, die länger praktische Erfahrung sammeln möchten.
Sycor, KWS und MPI-NAT ergänzen das Angebot
Sycor ist eine naheliegende Adresse für Informatik
Sycor ermöglicht Studierenden mit einem Schwerpunkt in Informationstechnik oder Wirtschaft ein Praktikum, eine Abschlussarbeit oder eine Werkstudententätigkeit. Freie Positionen werden über das eigene Stellenportal veröffentlicht.
Der Arbeitgeber passt vor allem zu Studierenden, die an Unternehmenssoftware, digitalen Prozessen und wirtschaftlichen Anwendungen arbeiten möchten. Wer bisher nur Hochschulprojekte vorweisen kann, sollte deren praktischen Nutzen im Lebenslauf konkret beschreiben. Die Digitalisierung des Göttinger Arbeitsmarktes schafft dafür einen passenden lokalen Kontext.
KWS verbindet Forschung, Daten und Agrarwirtschaft
KWS bietet am Hauptstandort Einbeck Praktika, Werkstudentenstellen und Abschlussarbeiten an. Die offiziellen Karriereinformationen nennen unter anderem Informationstechnik, Controlling, Logistik, Produktion, Marketing, Qualitätsmanagement und rechtliche Aufgaben.
In Forschung und Züchtung kommen Pflanzenwissenschaften, Datenanalyse, Biostatistik, Phytopathologie und chemische Analytik hinzu. KWS ist damit nicht nur für klassische Agrarwissenschaften interessant. Auch Biologie, Informatik, Statistik und Betriebswirtschaft können zum Profil passen.
Das MPI-NAT setzt den Schwerpunkt auf Forschung
Das Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften richtet sich vor allem an Studierende und Graduierte mit einem klaren Forschungsinteresse. Bachelor- und Masterarbeiten können direkt mit Forschungsgruppen abgestimmt werden. Das Institut ist außerdem an mehreren Master- und Promotionsprogrammen des Göttingen Campus beteiligt.
Allgemeine Praktikumsplätze sind weniger standardisiert als bei großen Industrieunternehmen. Die Vergabe hängt häufig von einzelnen Gruppen und Kapazitäten ab. Eine gezielte Bewerbung mit einem konkreten Forschungsgebiet ist deshalb sinnvoller als eine allgemein gehaltene Anfrage.
Praxis-Kompass für Göttingen und die Region
Vom persönlichen Karriereziel zu den passenden Arbeitgebern.
So gelingt die Bewerbung um ein Praktikum
Die Karriereportale zeigen nur einen Teil der möglichen Wege. Bei UMG, MPI-NAT und forschungsnahen Einrichtungen kann eine direkte Anfrage bei der passenden Abteilung sinnvoll sein. Bei Unternehmen sollte dagegen zuerst geprüft werden, ob Bewerbungen ausschließlich über das Stellenportal angenommen werden.
- Prüfen, ob ein Pflichtpraktikum, ein freiwilliges Praktikum oder eine Abschlussarbeit gesucht wird.
- Gewünschten Zeitraum, Dauer und mögliche Wochenarbeitszeit festlegen.
- Zwei oder drei passende Arbeitgeber nach Fachbereich und Standort auswählen.
- Lebenslauf, Anschreiben, Studiennachweis und relevante Zeugnisse vorbereiten.
- Bei einem Pflichtpraktikum die Vorgaben der Prüfungsordnung beifügen.
- Im Anschreiben konkrete Kenntnisse und ein mögliches Aufgabengebiet nennen.
- Nach dem Gespräch Betreuung, Vergütung und Arbeitsort schriftlich klären.
Die Bewerbungsunterlagen sollten erkennen lassen, warum gerade der gewählte Bereich fachlich passt. Ein allgemeines Interesse am Unternehmen reicht selten aus. Besser sind Hinweise auf Seminare, Laborerfahrung, Programmierkenntnisse, studentische Projekte oder eine geplante Abschlussarbeit.
| Studienprofil | Passende Arbeitgeber | Wichtige Bewerbungsnachweise |
|---|---|---|
| Naturwissenschaften | Sartorius, KWS, MPI-NAT, UMG | Laborpraxis, Methodenkenntnisse, Studienschwerpunkte |
| Ingenieurwesen | Ottobock, Mahr, Sartorius | Konstruktionsprojekte, Softwarekenntnisse, technische Module |
| Informatik | Sycor, Sartorius, KWS | Programmiersprachen, Projektbeispiele, Datenbankkenntnisse |
| Medizin und Soziales | UMG, MPI-NAT | Pflichtnachweise, Studienbescheinigung, gewünschter Einsatzbereich |
| Wirtschaft | Sartorius, Mahr, Sycor, KWS | Analytische Projekte, Sprachkenntnisse, wirtschaftliche Schwerpunkte |
Vertrag und Vergütung vor dem Start prüfen
Vor dem Beginn sollten Aufgaben, Dauer, Arbeitszeit, Betreuung und Vergütung schriftlich festgelegt sein. Bei einem Pflichtpraktikum muss außerdem geklärt werden, welche Unterlagen die Hochschule benötigt. Hinweise zu Studienbescheinigungen und anderen Nachweisen finden sich auch bei den Formalitäten im Studium in Göttingen.
Freiwillige Praktika unterliegen grundsätzlich dem gesetzlichen Mindestlohn, sofern keine gesetzliche Ausnahme greift. Eine Ausnahme kann bei einem studienbegleitenden oder der Berufsorientierung dienenden Praktikum von höchstens drei Monaten bestehen. Vorgeschriebene Pflichtpraktika fallen grundsätzlich nicht unter die Mindestlohnpflicht.
Bei Graduierten muss genauer geprüft werden. Nach einem abgeschlossenen Bachelorstudium kann die Ausnahme für ein Orientierungspraktikum regelmäßig entfallen. Wer bereits in einem Masterstudiengang eingeschrieben ist, kann unter anderen Voraussetzungen wieder ein studienbegleitendes Praktikum absolvieren. Maßgeblich bleibt der Einzelfall.
Absolventen sollten deshalb neben Praktika auch Juniorstellen und reguläre Einstiegspositionen prüfen. Ein Praktikum ist nicht automatisch der beste Weg, wenn der Studienabschluss bereits vorliegt und eine vollwertige Tätigkeit möglich ist.
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FAQ
Welcher Arbeitgeber bietet die größte Auswahl für Studierende in Göttingen?
Sartorius bietet Praktika, Werkstudententätigkeiten und Abschlussarbeiten in zahlreichen wissenschaftlichen, technischen und kaufmännischen Bereichen. Die konkrete Auswahl hängt von den veröffentlichten Stellen ab.
Wo finden Medizinstudierende und Studierende der Sozialen Arbeit Praktika?
Die Universitätsmedizin Göttingen bietet verschiedene klinische, soziale, technische und administrative Einsatzbereiche. Die zuständigen Ansprechpersonen unterscheiden sich je nach Abteilung.
Welche Arbeitgeber passen zu Informatikstudierenden?
Sycor ist besonders auf digitale und wirtschaftliche Anwendungen ausgerichtet. Auch Sartorius und KWS veröffentlichen Angebote in der Informationstechnik und Datenverarbeitung.
Kann eine Abschlussarbeit mit einem Praktikum verbunden werden?
Ja. Sartorius, Ottobock, Mahr und KWS nennen Abschlussarbeiten ausdrücklich als mögliche Einstiegsform. Thema, Betreuung und Nutzung der Ergebnisse müssen vor Beginn vereinbart werden.
Muss ein Praktikum bezahlt werden?
Das hängt von Art und Dauer ab. Pflichtpraktika sind grundsätzlich vom gesetzlichen Mindestlohn ausgenommen. Bei freiwilligen Praktika können andere Regeln gelten.
Wann sollte die Bewerbung verschickt werden?
Die Suche sollte mehrere Monate vor dem gewünschten Beginn starten. Forschungsgruppen, Kliniken und stark nachgefragte Abteilungen benötigen häufig einen längeren Vorlauf.
Für ein Praktikum in Göttingen bieten Sartorius und die UMG die größte fachliche Breite. Ottobock und Mahr sind besonders für technische Studiengänge interessant. Sycor passt zu digitalen Profilen, während KWS und MPI-NAT starke Möglichkeiten in Forschung und Naturwissenschaften eröffnen. Die beste Wahl richtet sich nach Studienfach, gewünschter Aufgabe, Betreuung und möglichem Berufseinstieg.
Quelle Offizielle Karriereinformationen von Sartorius, Universitätsmedizin Göttingen, Ottobock, Mahr, Sycor, KWS und dem Max-Planck-Institut für Multidisziplinäre Naturwissenschaften sowie Informationen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und der Bundesagentur für Arbeit, Stand Juli 2026.