Feuerwerksverbot schützt Innenstädte in Niedersachsen
Feuerwerksverbot schützt Innenstädte in Niedersachsen, Foto: Pexels / Lizenz: Pexels

Der Jahreswechsel steht bevor, und in Niedersachsen gelten in vielen Städten besondere Vorschriften zum Umgang mit Feuerwerkskörpern. Ein landesweites Böllerverbot ist nicht geplant, dennoch führen mehrere Städte Verbotszonen ein. Diese Regelungen sollen vor allem den Schutz von Menschen, Gebäuden und historischen Altstädten gewährleisten. Verstöße können teuer werden – Bußgelder von bis zu 10.000 Euro sind möglich. Weitere Details zu neuen Sicherheitsvorkehrungen in der Region gibt es auch in der Berichterstattung zu Sicherheitsmaßnahmen in Göttingen.

Inhaltsverzeichnis:

Hannover mit neuen Regelungen für die Innenstadt

In Hannover war das Abbrennen von Feuerwerk bereits im vergangenen Jahr in großen Teilen der Innenstadt untersagt. Betroffen waren der Bahnhofsbereich, der Opernplatz, der Kröpcke und das Steintor. Die genauen Zonen für dieses Jahr stehen noch nicht fest, sie werden laut Stadtverwaltung in Kürze bekannt gegeben. Vorgesehen ist unter anderem ein Mitführ- und Abbrennverbot für Feuerwerkskörper im Hauptbahnhof.

Polizei und Ordnungsdienst kontrollieren die Einhaltung der Bestimmungen. Ziel ist es, gefährliche Situationen in stark frequentierten Bereichen zu verhindern. Nach Angaben eines Sprechers wird besonders in der Silvesternacht verstärkt kontrolliert. Weitere Informationen zu Sicherheitsvorkehrungen in der Region können unter anderem in diesem Artikel zu den Waffenverbotszonen in Göttingen nachgelesen werden.

Braunschweig legt Fokus auf den Bohlweg

Auch Braunschweig verschärft seine Sicherheitsmaßnahmen. Im Bereich der sogenannten Bohlweg-Kolonnaden gilt ein absolutes Böllerverbot. Dort ist es zudem untersagt, Glasflaschen mitzuführen. Polizei und Ordnungsdienst achten auf die ordnungsgemäße Handhabung von Feuerwerksartikeln.

Verstöße gegen das Sprengstoffrecht können laut Stadt mit bis zu 1.000 Euro geahndet werden. Weitere Einschränkungen betreffen Bereiche mit Fachwerkhäusern und brandempfindlichen Gebäuden. Damit soll das Risiko von Bränden in der historischen Innenstadt minimiert werden.

  • Böllerverbot im Bereich Bohlweg-Kolonnaden
  • Glasflaschenverbot
  • Bußgelder bis 1.000 Euro
  • Kontrolle durch Polizei und Ordnungsdienst

Göttingen und Lüneburg mit umfassenden Innenstadtverboten

Nach Angaben der Stadt Göttingen gilt erneut ein Verbot für Feuerwerkskörper in der gesamten Innenstadt. Innerhalb der Wallanlagen und auf dem Wall, einschließlich des Albani-Parkplatzes, dürfen weder an Silvester noch am Neujahrstag Raketen gezündet werden.

Feuerwerksverbot in der Göttinger Innenstadt zum Jahreswechsel,
Feuerwerksverbot in der Göttinger Innenstadt zum Jahreswechsel, Foto: Pixabay / Lizenz: Pixabay

Auch Lüneburg hat ähnliche Maßnahmen ergriffen. In der historischen Altstadt, im Naturschutzgebiet Kalkberg und im Umfeld des Klosters Lüne sind Feuerwerke untersagt. Diese Bereiche werden von der Polizei überwacht. Die Stadt Lüneburg weist darauf hin, dass das Abbrennen von Feuerwerk erhebliche Gefahren birgt, insbesondere in Gebieten mit empfindlicher Bausubstanz.

Bei Missachtung droht ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro. Damit gehört Lüneburg zu den Städten mit den höchsten Strafen in Niedersachsen. Weitere Themen zur Stadtentwicklung und den Sicherheitsmaßnahmen in Göttingen finden Sie hier: Göttingen plant neue Sicherheitszonen.

Wolfsburg, Oldenburg und Osnabrück ohne zusätzliche Einschränkungen

In Wolfsburg und Oldenburg gelten ausschließlich die bundesweiten Vorschriften. Es gibt keine zusätzlichen städtischen Einschränkungen. Polizei und Ordnungsamt führen dennoch Kontrollen durch, um Abstandsgebote und Sicherheitsregeln zu überprüfen.

Bei Ordnungswidrigkeiten können ebenfalls Bußgelder von bis zu 10.000 Euro verhängt werden. In Wolfsburg sind laut Angaben der Stadt keine besonderen Kontrollen vorgesehen. Auch in Osnabrück wurden keine gesonderten Verbotszonen eingerichtet. Darüber berichtete zuerst die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ).

Bremen verbietet Feuerwerk an der Schlachte

In Bremen gilt in der Silvesternacht ein Böller- und Raketenverbot im Bereich der Schlachte. Die Uferpromenade an der Weser war in den vergangenen Jahren mehrfach Schauplatz gefährlicher Situationen durch Feuerwerk und große Menschenansammlungen.

Die Sprecherin des Innenressorts teilte mit, dass Verstöße mit Bußgeldern bis zu 5.000 Euro geahndet werden können. Auch am Hauptbahnhof, im Bereich des Rathauses und im Schnoorviertel darf kein Feuerwerk gezündet werden. Weitere Informationen zu Sicherheitsmaßnahmen in der Stadt Bremen finden Sie unter Bremen: Sicherheitszonen in der Innenstadt.

  • Verbot an der Schlachte
  • Keine Feuerwerke am Hauptbahnhof, Rathaus und im Schnoorviertel
  • Bußgelder bis 5.000 Euro

Verantwortung und Sicherheit im Vordergrund

Die Städte in Niedersachsen setzen in diesem Jahr verstärkt auf Sicherheit und Kontrolle. Während einige Kommunen flächendeckende Verbotszonen einrichten, verlassen sich andere auf bestehende Bundesregelungen. Gemeinsam ist ihnen das Ziel, Brände und Verletzungen zu vermeiden.

Die Behörden appellieren an die Bevölkerung, sich an die Vorschriften zu halten. Wer sie missachtet, muss mit empfindlichen Strafen rechnen – in manchen Städten bis zu 10.000 Euro.

Quelle: NDR, MILEKCORP

FAQ

Gilt in Niedersachsen ein landesweites Böllerverbot?

Nein, ein flächendeckendes Böllerverbot gibt es nicht. Einige Städte wie Hannover, Braunschweig, Göttingen und Lüneburg haben jedoch eigene Verbotszonen eingerichtet.

Wie hoch können die Bußgelder bei Verstößen sein?

Je nach Stadt können Bußgelder bis zu 10.000 Euro verhängt werden. In Bremen liegt die Höchststrafe bei 5.000 Euro.

Wo darf in Hannover kein Feuerwerk gezündet werden?

In Hannover ist das Abbrennen von Feuerwerk im Innenstadtbereich verboten, unter anderem am Opernplatz, Kröpcke, Steintor und im Bereich des Hauptbahnhofs.

Welche Bereiche in Göttingen sind betroffen?

In Göttingen gilt das Verbot für Feuerwerkskörper in der gesamten Innenstadt, einschließlich der Wallanlagen, des Walls und des Albani-Parkplatzes.

Warum wurden diese Verbotszonen eingerichtet?

Die Verbote sollen Menschen und historische Gebäude schützen sowie Brände und Verletzungen während der Silvesternacht verhindern.