Arnulf Quadt inspiriert junge Menschen für Physik
Arnulf Quadt inspiriert junge Menschen für Physik, Foto: Pixabay/Pixabay-Lizenz

Göttingen – Auch in diesem Jahr startet „Physik im Advent“ am 1. Dezember. Hinter jedem der 24 virtuellen Türchen wartet eine physikalische Aufgabe. Wer alle Rätsel löst, kann unter anderem eine Reise zu den Dallas Mavericks oder einen Besuch im Harry-Potter-Museum in London gewinnen. Die Aktion wurde von Physikern der Universität Göttingen entwickelt und ist inzwischen ein international bekanntes Erfolgsprojekt.

Inhaltsverzeichnis:

Arnulf Quadt und die Idee aus Göttingen

Der Teilchenphysiker Arnulf Quadt von der Universität Göttingen gilt als Initiator des Projekts. Seit dem Start im Jahr 2013 hat sich „Physik im Advent“ (PIA) zu einem weltweiten Wettbewerb entwickelt. Schon beim ersten Durchgang nahmen rund 13.000 Personen teil, 2024 waren es 71.000. Ziel ist es, junge Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern und sie zum täglichen Experimentieren zu motivieren.

Quadt erklärt, dass die Aufgaben lösbar seien, wenn man den Anweisungen genau folgt. Viele Teilnehmende arbeiten allein, andere in Gruppen. Besonders Schulen integrieren PIA inzwischen fest in den Unterricht. In manchen Klassen werden Punktetabellen geführt, um die Motivation zu steigern.

Wer mehr über die aktuellen Hochschulaktivitäten in der Stadt erfahren möchte, findet dazu Informationen unter Ergebnisse der Universität Göttingen im neuen CHE-Ranking.

Göttinger Physikinstitut als Zentrum der Vorbereitung

Im Büro von Arnulf Quadt im Physikalischen Institut stapeln sich Kartons, Preisboxen und Kameraausrüstung. Hier werden jedes Jahr im Frühjahr Videos mit dem Weihnachtsmann gedreht – oft übernimmt Quadt selbst die Rolle. Die Vorbereitungen laufen professionell: Alle 24 Aufgaben, Materialien und Versuchsanleitungen müssen bis zum 1. Dezember fertiggestellt sein.

Zum Kernteam gehören vier Mitarbeitende, die gemeinsam mit etwa 200 Sponsoren arbeiten. Rund 100.000 Euro an Spenden fließen jährlich in das Projekt. Viele der Unterstützer stammen aus der Region Südniedersachsen. Auch andere Bildungsinitiativen aus Göttingen, etwa Karriereförderung an der Universität, zeigen, wie aktiv die Stadt im Bereich Wissenschaft und Ausbildung ist.

Begeisterung, Selbstdisziplin und Kommunikation

„Physik im Advent“ ist mehr als ein Wettbewerb. Es fördert die tägliche Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen Themen über 24 Tage hinweg. Lehrkräfte berichten, dass Schülerinnen und Schüler morgens vor dem Unterricht über Physik sprechen. Die Mischung aus Spaß, Lernen und Technik fasziniert viele Jugendliche.

Auch die Selbstdisziplin spielt eine große Rolle. Jeden Tag gilt es, eine Aufgabe zu lösen, das Ergebnis hochzuladen und Punkte zu sammeln. Am Ende entscheiden Genauigkeit und Ausdauer über den Erfolg. Der Wettbewerb ist außerdem ein Beitrag zur Nachwuchsförderung in den Naturwissenschaften, deren Studienzahlen zuletzt zurückgegangen sind.

Wer sich für die wissenschaftliche Seite der Stadt interessiert, findet weitere Informationen über Göttingens Forschungstradition hier.

Preise, Registrierung und Perspektive

Die Registrierung für „Physik im Advent“ ist weiterhin möglich. Teilnehmende können Einzelpreise wie Windkanalflüge, Experimentierkästen oder Bücher gewinnen. Schulklassen erhalten Eintrittskarten für Planetarien, Museen und Kletterhallen.

Schülerinnen und Schüler tüfteln begeistert an Physikaufgaben im Advent
Schülerinnen und Schüler tüfteln begeistert an Physikaufgaben im Advent, Foto: Pixabay/Pixabay-Lizenz

Das Projekt erreicht jährlich mehr als 70.000 aktive Mitmachende und erzielt online über 2,5 Millionen Zugriffe. Damit gehört PIA zu den größten Bildungsaktionen ihrer Art in Europa.

Die Organisatoren stehen dennoch vor Herausforderungen. Jedes Jahr müssen neue, einfach umsetzbare Experimente entwickelt werden. Quadt und sein Team erhalten dabei auch Vorschläge von Lehrerinnen, Lehrern und Teilnehmenden.

„Physik im Advent“ bleibt somit ein Beispiel dafür, wie Wissenschaft und Freude am Lernen erfolgreich verbunden werden können – direkt aus Göttingen, einer Stadt, die immer wieder mit Engagement und Ideenreichtum auffällt, wie zuletzt auch beim Projekt „Nacht der Lichter“.

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Quelle: HNA, MILEKCORP

FAQ

Was ist „Physik im Advent“?

„Physik im Advent“ ist ein Online-Adventskalender, der von Physikern der Universität Göttingen entwickelt wurde. Vom 1. bis 24. Dezember lösen Teilnehmende täglich eine physikalische Aufgabe und können Preise gewinnen.

Wer hat das Projekt ins Leben gerufen?

Der Initiator ist der Göttinger Physikprofessor Arnulf Quadt, ein Teilchenforscher am II. Physikalischen Institut der Universität Göttingen.

Wie viele Menschen nehmen teil?

Im Jahr 2024 nahmen etwa 71.000 Personen teil. Beim Start im Jahr 2013 waren es rund 13.000.

Welche Preise kann man gewinnen?

Zu den Hauptgewinnen gehören eine Reise zu den Dallas Mavericks in den USA und ein Besuch im Harry-Potter-Museum in London. Außerdem gibt es Bücher, Experimentierkästen und Eintrittskarten für Planetarien und Museen.

Wie kann man sich registrieren?

Die Registrierung erfolgt online auf der offiziellen Website unter www.physik-im-advent.de.

Wer organisiert „Physik im Advent“?

Das Projekt wird vom II. Physikalischen Institut der Georg-August-Universität Göttingen organisiert, unter der Leitung von Professor Arnulf Quadt und seinem Team.

Wie wird das Projekt finanziert?

PIA wird durch Spenden und Sponsoring unterstützt. Etwa 200 Sponsoren tragen jährlich rund 100.000 Euro zum Projekt bei.

Wie lautet die Adresse des Veranstaltungsortes?

Georg-August-Universität Göttingen – II. Physikalisches Institut, Friedrich-Hund-Platz 1, D-37077 Göttingen, Deutschland.