Stabiler Neustart und wachsendes Interesse im Kunsthaus Göttingen
Stabiler Neustart und wachsendes Interesse im Kunsthaus Göttingen, Foto: Pixabay / Lizenz: Pixabay

Nach einem turbulenten Jahr steht das Kunsthaus Göttingen wirtschaftlich wieder stabil. Die Insolvenz aus dem Jahr 2024 ist abgeschlossen. 2025 endet mit einer schwarzen Null. Der Neustart gelang ohne neue Schulden, aber mit klaren Strukturen. Entscheidend waren Ehrenamt, ein konsequenter Kurs und ein Besucherrekord. Die Stadt Göttingen spricht von einem wichtigen Schritt für ihre kulturelle Infrastruktur. Das Haus bleibt damit ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens, ähnlich wie andere etablierte Formate aus dem kulturellen Umfeld der Stadt.

Inhaltsverzeichnis

Petra Broistedt und Stadt Göttingen

Die Stadt Göttingen schloss das Insolvenzverfahren 2025 erfolgreich ab und sicherte den Fortbestand des Hauses. Oberbürgermeisterin Petra Broistedt bezeichnete dies als zentralen Meilenstein. Das Kunsthaus ist eine 100-prozentige Tochter der Stadt. Das finanzielle Polster bleibt begrenzt. Dennoch wurde das Ziel erreicht, das Jahr ohne Defizit zu beenden.

Die Stadt unterstützt das Haus weiterhin. Der jährliche Zuschuss beträgt 180.000 Euro. Diese Summe ist auch im Haushalt 2026 festgeschrieben. Eine Erhöhung ist nicht vorgesehen. Damit bleibt die wirtschaftliche Eigenständigkeit ein zentrales Thema für die kommenden Jahre, wie auch in anderen kommunalen Projekten im Bereich Kultur und Stadtleben, mehr hier.

Gerhard Steidl und Johannes-Peter Herberhold

Ohne ehrenamtliches Engagement wäre der Ausweg aus der Insolvenz nicht möglich gewesen. Die künstlerischen Leiter Gerhard Steidl und Johannes-Peter Herberhold entwickelten ein neues Programm. Es öffnete das Haus für ein breiteres Publikum. Mehrere Ehrenamtliche arbeiteten ebenfalls mit.

Seit November unterstützt zudem Geschäftsführer Holger Fricke das Haus. Er arbeitet weitgehend ehrenamtlich. Für 2026 wird erneut ein leicht positives Ergebnis angestrebt. Der eingeschlagene Konsolidierungskurs soll fortgesetzt werden. Gleichzeitig gewinnt die Akquise externer Sponsoren an Bedeutung, was auch bei anderen kulturellen Einrichtungen in Göttingen eine Rolle spielt.

Brian Adams und Besucherrekord

2025 verzeichnete das Kunsthaus mit rund 11.500 Gästen die höchste Besucherzahl seit der Eröffnung 2022. Publikumsmagnet war die Ausstellung „#ShotbyAdams“. Der Fotograf Brian Adams, vielen als Rockmusiker bekannt, zeigte seine Arbeiten noch bis zum 8. Februar. Rund 8.000 Menschen besuchten diese Schau.

Die Resonanz war überregional. Feuilletons großer Zeitungen wie Frankfurter Allgemeine und Süddeutsche Zeitung berichteten ausführlich. Die Gesamtzahl der Besucher lag deutlich über dem documenta-Jahr, in dem das Kunsthaus Teil des offiziellen Programms war. Auch Veranstaltungen wie der Göttinger Literaturherbst trugen zur erhöhten Wahrnehmung des Hauses bei.

Jim Dine und William Kentridge

Das Ausstellungsprogramm ist langfristig geplant. Bis 2027 stehen die Termine fest. Am 26. März beginnt die Ausstellung „A Choir of Poems“ mit dem international bekannten Künstler Jim Dine. Sie läuft bis zum 23. August. Am 10. September folgt „Let us begin at the end“ von William Kentridge, die bis zum 10. Januar 2027 gezeigt wird.

Das Haus öffnet sich auch bei Großveranstaltungen. Kostenlose Öffnungszeiten während des Göttinger Literaturherbstes, beim Kuqua Day and Night sowie bei der Göttinger Lichternacht machten es zum Anziehungspunkt. Viele Gäste lernten das Kunsthaus erstmals auf diesem Weg kennen, ähnlich wie bei Formaten rund um zentrale Licht- und Kulturereignisse.

Düstere Straße 7 und Finanzierung

Das Kunsthaus befindet sich in der Düsteren Straße 7. Es ist Teil des Kunstquartiers. Gezeigt werden Arbeiten auf Papier, Fotografie und neue Medien. Pro Jahr finden drei bis vier große Ausstellungen auf drei Ebenen statt. Ergänzt wird das Programm durch Führungen und Veranstaltungen.

Die Baukosten lagen bei rund 6,87 Millionen Euro. 4,5 Millionen Euro kamen aus Bundesmitteln des Programms Nationale Projekte des Städtebaus. Der Unternehmer Hans Georg Näder spendete 1 Million Euro. Sartorius übernahm für drei Jahre das Eintrittsgeld. Der reguläre Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Geöffnet ist das Kunsthaus dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr.

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Quelle: HNA

FAQ

Was ist das Kunsthaus Göttingen?

Das Kunsthaus Göttingen ist ein Ausstellungshaus für Arbeiten auf Papier, Fotografie und neue Medien und international ausgerichtet.

Wann wurde das Insolvenzverfahren des Kunsthauses abgeschlossen?

Das Insolvenzverfahren wurde im Jahr 2025 erfolgreich abgeschlossen.

Wie hoch ist der jährliche Zuschuss der Stadt Göttingen?

Der jährliche Zuschuss der Stadt Göttingen beträgt 180.000 Euro.

Wer leitete das Kunsthaus während des Neustarts künstlerisch?

Die künstlerische Leitung lag bei Gerhard Steidl und Johannes-Peter Herberhold.

Wie viele Besucher kamen 2025 ins Kunsthaus Göttingen?

Im Jahr 2025 besuchten rund 11.500 Menschen das Kunsthaus Göttingen.

Welche Ausstellung war 2025 der größte Publikumsmagnet?

Die Ausstellung „#ShotbyAdams“ von Brian Adams zog rund 8.000 Besucher an.

Welche Ausstellungen sind für 2026 geplant?

Geplant sind die Ausstellungen „A Choir of Poems“ von Jim Dine sowie „Let us begin at the end“ von William Kentridge.

Wo befindet sich das Kunsthaus Göttingen?

Das Kunsthaus Göttingen befindet sich in der Düsteren Straße 7 und ist Teil des Kunstquartiers.

Wie hoch ist der Eintrittspreis für das Kunsthaus Göttingen?

Der reguläre Eintritt kostet 8 Euro, der ermäßigte Eintritt 5 Euro.

Wie sind die Öffnungszeiten des Kunsthauses?

Geöffnet ist das Kunsthaus dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr.